erste Erfahrungen

Zwischenbericht ;-)

Wir haben jetzt seit einem Jahr den größeren Garten, auf dem ich Permakultur betreiben möchte... Nicht alles, was ich sähe kommt auch, nicht zuletzt wegen meiner beiden Laufenten, die mir viele Sachen wegfressen und platt latschen. Ich wollte sie schon dreimal verkaufen und dreimal habe ich einen Rückzieher gemacht, als sich Interessenten meldeten. Ich kann mich von den Plattfüßen nicht trennen, sie sind einfach zu liebenswert. Also muss ich umplanen, denn es gibt immer einen Weg. Die gemischte Hügelbeet-Permakultur, die mir vorschwebte, ist mit den Trampeltieren so nicht möglich, alles was von ihnen gefressen oder zertrampelt wird, muss ich niedrig einzäunen. Manches lassen sie wachsen: Mais, Fenchel, Kartoffeln, Möhren, Ruccola, Bohnen (muss nur ein Stock daneben sein), Tomaten, Paprika und alle anderen etwas höheren Pflanzen (die ich natürlich im Haus vorgezogen habe). Restlos vernichtet haben sie: Erbsen (schluchtz!) Blattsalat und Spinat - das fressen sie ab, sowie Kohlrabi und Blumenkohl - alles platt gelatscht. Jetzt brütet die Ente, also haben wir bald 10 Plattfüße im Garten, na prost! Also, falls jemand Interesse hat...  Mit Nacktschnecken habe ich jedenfalls keine Sorgen mehr. Und die hatten wir letztes Jahr massenhaft.

Während ich im letzten Jahr bis in den Herbst Spinat ernten konnte, ist er mir diesmal schon im Mai geschossen und fängt an zu blühen. Nun, dann sammel ich halt Samen. Ich muss generell zugeben, dass ich die Arbeit im Garten total unterschätzt habe. Das ist im Frühsommer echt ein Vollzeitjob. Aber Spaß macht es trotzdem!!

Wie sind Eure Erfahrungen denn so?

Diskussion begonnen von Wini , am Vor 369 Tagen
Antworten
Wini
So, mein erstes Jahr mit Garten ist um, ich mache mal ein Résumée:

überzeugt hat mich bis jetzt vor allem der Anbau von Kartoffeln und Stangenbohnen (ist ja nicht wirklich Permakultur - obwohl ich hier Saatgut aufheben kann). Man hat extrem wenig Arbeit mit beidem und die Erträge sind hoch. Grüne Bohnen habe schon ich eine Menge für den Winter eingefroren (lecker!!) und die Kartoffeln hole ich immer raus, wie ich sie brauche. Meine Tomaten waren auch von Erfolg gekrönt - leider habe ich eine fiese Überempfindlichkeit entwickelt und kriege heftig juckenden Ausschlag, wenn ich das Kraut berühre. Deshalb wurde es etwas vernachlässigt, Folge war Braunfäule bei ca 50 %. Aber, nicht so schlimm, denn aus den vielen grünen Tomaten, die ich so abgeerntet habe habe ich superleckere Marmelade gekocht! Ich weiß, ist nicht so gesund, aber was solls...
Mit Kürbissen und Zucchini kann ich handeln, auch sehr unkompliziert, der Mais (alte Sorte) entwickelt sich auch ohne viel Gehätschel, mein Topinambur (und das ist WIRKLICH Permakultur) ist eine Augenweide, geerntet wird im Oktober.
Dreimal habe ich Brennnesseljauche angesetzt, super gegen alle Nervlinge wie Blattläuse &Co, ein klasse Dünger und wegen des bestialischen Gestanks auch zum Vertreiben lästiger Nachbarn geeignet ;-D
Kohlrabi ist erst den Laufenten, zweite Aussaat der weißen Fliege zum Opfer gefallen. Habe ich zu spät gemerkt und nur noch rausreißen können. Möhren mache ich nicht mehr, zu aufwändig und beim Ernten brechen die ständig ab... Der Spinat war sehr fruchtbar, als er schoss ließ ich ihn stehen, mittlerweile hat er sich neu ausgesät - bald kann ich wieder ernten. Die Radieschen und der Fenchel, die ich nicht geerntet habe stehen jetzt meterhoch, gibt neues Saatgut. Gurken und Paprika sind nicht so der große Erfolg, macht aber trotzdem Spaß. Die ganzen Beerenbüsche und das Rankobst muss erst noch kräftig wachsen, da gab`s noch nicht viel. Also, im nächsten Jahr halte ich mich erstmal an die Sachen, die einfach sind, denn Gartenarbeit macht mir nur Spaß, wenn es nicht zuviel wird ;-)
Vor 305 Tagen
 
Wini
So, mein erstes Jahr mit Garten ist um, ich mache mal ein Résumée:

überzeugt hat mich bis jetzt vor allem der Anbau von Kartoffeln und Stangenbohnen (ist ja nicht wirklich Permakultur - obwohl ich hier Saatgut aufheben kann). Man hat extrem wenig Arbeit mit beidem und die Erträge sind hoch. Grüne Bohnen habe schon ich eine Menge für den Winter eingefroren (lecker!!) und die Kartoffeln hole ich immer raus, wie ich sie brauche. Meine Tomaten waren auch von Erfolg gekrönt - leider habe ich eine fiese Überempfindlichkeit entwickelt und kriege heftig juckenden Ausschlag, wenn ich das Kraut berühre. Deshalb wurde es etwas vernachlässigt, Folge war Braunfäule bei ca 50 %. Aber, nicht so schlimm, denn aus den vielen grünen Tomaten, die ich so abgeerntet habe habe ich superleckere Marmelade gekocht! Ich weiß, ist nicht so gesund, aber was solls...
Mit Kürbissen und Zucchini kann ich handeln, auch sehr unkompliziert, der Mais (alte Sorte) entwickelt sich auch ohne viel Gehätschel, mein Topinambur (und das ist WIRKLICH Permakultur) ist eine Augenweide, geerntet wird im Oktober.
Dreimal habe ich Brennnesseljauche angesetzt, super gegen alle Nervlinge wie Blattläuse &Co, ein klasse Dünger und wegen des bestialischen Gestanks auch zum Vertreiben lästiger Nachbarn geeignet ;-D
Kohlrabi ist erst den Laufenten, zweite Aussaat der weißen Fliege zum Opfer gefallen. Habe ich zu spät gemerkt und nur noch rausreißen können. Möhren mache ich nicht mehr, zu aufwändig und beim Ernten brechen die ständig ab... Der Spinat war sehr fruchtbar, als er schoss ließ ich ihn stehen, mittlerweile hat er sich neu ausgesät - bald kann ich wieder ernten. Die Radieschen und der Fenchel, die ich nicht geerntet habe stehen jetzt meterhoch, gibt neues Saatgut. Gurken und Paprika sind nicht so der große Erfolg, macht aber trotzdem Spaß. Die ganzen Beerenbüsche und das Rankobst muss erst noch kräftig wachsen, da gab`s noch nicht viel. Also, im nächsten Jahr halte ich mich erstmal an die Sachen, die einfach sind, denn Gartenarbeit macht mir nur Spaß, wenn es nicht zuviel wird ;-)
Vor 305 Tagen